Random Karma (2018)

Nach Auf Sicht und nach nur drei Jahren freue ich mich, 2018 meine neue Platte „Random Karma“ veröffentlichen zu können. Ja, richtig – Platte! Denn „Random Karma“ erscheint auf Vinyl, in einer Kleinstauflage von 150 Stück. Und das Ganze in einer 180g Vinyl-Deluxe-Pressung! (Natürlich wird es neben der Platte auch noch digitale Versionen auf den üblichen Streaming- und Download-Plattformen geben. Es muss also niemand, der keinen Plattenspieler hat die Platte kaufen… BTW: Die digitale Version von „Random Karma“ enthält fünf (!) Bonustracks, die nicht auf der Vinyl-Version drauf sind.) 

Mit der Veröffentlichung einer Vinyl-Scheibe schließt sich für mich ein wenig ein Kreis, denn das allerallererste Album, das ich vor vielen, vielen Jahren mit meiner damaligen Band „Maggie’s Woodfeet“ aufgenommen habe, erschien 1990 ebenfalls noch für den guten alten Plattenspieler. Erst danach sind wir, dem allgemeinen Trend folgend, auf CDs umgestiegen. So erschienen in der Folge zwei CDs mit Maggies und fünf CDs, die ich solo veröffentlicht habe. Jetzt, 2018, war es an der Zeit, wieder einmal was Neues zu machen. Neu heißt in diesem Falle „back to the roots“ und damit zurück zur Platte. Und das Ganze, obwohl ich selber gar keinen Plattenspieler besitze. Mir geht es auch weniger um den audiophilen Ausdruck – und die ganze Diskussion, ob analog besser klingt als digital, erspare ich mir jetzt an dieser Stelle – sondern eher um das haptische Erlebnis, ein 30x30cm großes, gedrucktes Stück Kunst in den Händen zu halten.

Und das Ganze ist tatsächlich Kunst! Nachdem ich beim Artwork für die letzten beiden Cover von dem wunderbaren Sven Cichowicz unterstützt wurde, hat dieses Mal Christopher Tröster das Artwork übernommen. Insofern erstaunt es wenig, dass die Anmutung tatsächlich grundlegend anders ist, als bei den Coverarts zuvor. Zwar hat auch Christopher mit Bildern gearbeitet, diese nehmen aber einen anderen Raum und eine andere Rolle ein, als die Fotos/Bilder bei den sehr bildlastigen Artworks von Sven. Mir jedenfalls gefällt das Artwork ausnehmend gut und es reflektiert den Titel der Platte „Random Karma“ wirklich ganz hervorragend. 

Zum eher technischen Teil: Auf der Platte sind „nur“ acht Lieder zu hören. Warum nur acht Lieder? Nun, wenn man sich ein wenig mit analoger Technik im Allgemeinen, und Platten im Speziellen, beschäftigt, dann kommt man irgendwann (und das recht schnell) an den Punkt, wo man über Audioqualität nachdenken muss. Und da ist es  – vereinfacht gesagt  – so, dass diese mit zunehmender Anzahl an Stücken auf einer Platte abnimmt. D.h. je länger die Spieldauer, umso geringer die Qualität. (Auch hier erspare ich mir die Diskussion, ob man den Qualitätsverlust am Ende tatsächlich hört.) Wir (d.h. Heiko Schulz, der auch für diese Produktion wieder als musikalisches Mastermind verantwortlich zeichnet, und ich) wollten aber diesbezüglich keine Abstriche an der Audioqualität machen, und haben uns deshalb dafür entscheiden, ziemlich genau an der 17min Grenze (pro Seite) Halt zu machen, die einen guten Kompromiss zwischen Spieldauer und Audioqualität darstellt. Deshalb „nur“ acht Lieder.

Beim Blick auf die Rückseite des Plattencovers und die Trackliste fällt auf, dass dieses Mal alle Lieder auf Englisch sind. Dafür gab es keinen speziellen Grund. Irgendwie war mir aber danach, wieder einmal ein Album auf komplett Englisch zu machen. Wahrscheinlich, weil ich derzeit selbst vor allem englischsprachige Musik höre, was wiederum daran liegt, dass mittlerweile alle auf Deutsch zu singen scheinen, und man mit Englisch eher wieder die Ausnahme von der Regel ist. Schon komisch, wie sich das über die Jahre verändert hat. Der Grundtenor und die Message der Platte ist „Indie-Rock“. D.h. vor allem viele E-Gitarren! „Random Karma“ ist wohl die Platte, auf der ich die wenigsten Akustikgitarren ever verbraten habe. Heiko und ich haben großen Wert darauf gelegt, vom Sound her nicht allzu Vintage und verstaubt zu klingen, sondern wir wollten schöne (britische) Gitarrensounds in einen kontemporären Sound verpacken. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Meine Lieblingsstücke sind auf jeden Fall When we were young (von diesem Song gibt es – wie von „Crows and Ravens“ übrigens auch – zwei Karma-Mix-Versionen, die vorab als Single digital veröffentlicht wurden), In your Room und Parasomnia, ein ziemlich ungewöhnlicher MW-Song auf einer ziemlich ungewöhnlichen MW-Produktion.

Wer übrigens eine Vinyl-Ausgabe von „Random Karma“ sein Eigen nennen möchte, der schreibe mir einfach eine E-Mail (Adresse im Impressum).

 

Trackliste:

1. When we were young

2. In your Room

3. Rainmaker

4. Parasomnia

5. Behind the Wailing Wall

6. Random Karma

7. Crows and Ravens

8. It doesn’t matter (what you believe in)

9. I think you’re wrong this Time [Digital Bonus Track]

10. Glass Elevator [Digital Bonus Track]

11. Why does this still hurt? [Digital Bonus Track]

12. Such a nice Day [Digital Bonus Track]

13. A silent Bird [Digital Bonus Track]

 

Produziert von Michael Weisshaupt & Heiko Schulz
Artwork: Christopher Tröster

 

© Michael Weisshaupt, 2018

 

„Random Karma“ hören oder gleich kaufen bei:

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